Es gibt viele Gründe, weshalb saunieren gut für unsere allgemeine Gesundheit und unser Wohlbefinden ist. Wichtig dabei ist jedoch, dass man mögliche Fehler vermeidet und richtig sauniert. In diesem Blogeintrag werden wir das Wichtigste rund ums Saunieren erklären.
Warum ist das Saunieren gut für unsere Gesundheit?
Das Saunieren ist ein wahres Allround-Talent, denn unsere gesamte Gesundheit wird gestärkt, das Immunsystem wird aktiviert und durch den Temperaturwechsel wird sowohl das Immunsystem als auch das Herz und der Kreislauf gekräftigt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass das Immunsystem durch den Temperaturanstieg angeregt wird, Abwehrstoffe zu bilden sowie weiße Blutkörperchen freizugeben. Das widerum führt dazu, dass man gegen zukünftige Erreger besser geschützt ist. Außerdem passiert beim Saunieren etwas unglaublich interessantes und zwar wird dem Körper in der Sauna Fieber vorgespielt, was dann dazu führt, dass Viren abgetötet werden. Wahnsinn oder? Leidet man allerdings schon unter einer schweren Erkältung oder einer Grippe, ist es nicht zu empfehlen, einen Saunagang in Betracht zu ziehen. Hierbei wird der Körper nämlich zusätzlich und unnötig geschwächt. Auf keinen Fall sollte man also mit Fieber in die Sauna gehen. Saunieren dient der Gesundheit daher hauptsächlich zur Prävention.
Auch für die Atemwege hält das Saunieren so einiges bereit. Durch das Atmen in der Hitze werden die Atemorgane trainiert, da das Fassungsvermögen der Lunge durch das Entspannen der Muskeln, verbessert wird. Gleichzeitig sorgt die feuchte und warme Luft in der Sauna dafür, dass Schleimhäute besser durchblutet werden. Insbesondere für Asthmatiker oder Menschen, die unter einer chronischen Bronchitis leiden, ist dies ein großer Vorteil, solange sie nicht unter akuten Problemen leiden. Aber nicht nur die Muskeln der Atemorgane werden während des Saunierens entspannt, sondern jeder einzelne Muskel im Körper.
Eine weitere klasse Sache ist es, dass das Saunieren auch noch zu einer Verbesserung des Hautbildes beiträgt. Während des Saunierens werden die Poren durch das Ausschwitzen nämlich geöffnet und dadurch gleichzeitig gereinigt. Der Teint profitiert also zusätzlich von dem Ganzen. Ebenso können Falten durch das Saunieren vorgebeugt werden, da fehlende Feuchtigkeit auf der Haut durch den Saunagang ausgeglichen werden.
Last but not least, trägt das regelmäßige Saunieren zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Und das kommt dadruch, dass während und nach dem Saunagang der Körper so entspannt ist, dass dieser das körpereigene Glückshormon Serotonin freisetzt. Produziert man genug Serotonin, wirkt sich dies ebenfalls positiv auf den Schlaf aus. Denn kurz vor dem Schlafengehen wird das Serotonin in das Schlafhormon Melatonin umgewandelt. Ergo, man kann viel besser schlafen und ist körperlich um einiges mehr ausgeruht. Sogar Depressionen und schlechte Laune können mit diesem Vorgang vorgebeugt werden. Hinzu kommt, dass die Lebenserwartung, bei regelmäßigen Saunagängen, erhöht wird. Eine wöchentliche Wiederholung ist also sehr empfehlenswert! Dabei zu beachten ist jedoch, dass man bei mehrmals wöchentlicher Wiederholung die Anzahl der Saunagänge nacheinander runterstufen sollte. Beachtet man alle Hinweise, spricht nichts gegen tägliches Saunieren. Aber keine Sorge, nach einer Zeit entwickelt man ganz automatisch ein Gespür für die persönliche Dauer und Regelmäßigkeit des Saunaganges.
Richtig saunieren und Fehler vermeiden
Um gesundheitlich langfristig etwas vom Saunieren zu haben, ist es wichtig, es auf die richtige Art und Weise zu tun. Gerade Anfängern passieren häufig Fehler, welche dann gegenteilig auf die Gesundheit wirken. Damit genau das vermieden werden kann, zeigen wir, wie man richtig und gesund sauniert.
Schon die Vorbereitung spielt bei dem ganzen Vorgang eine entscheidende Rolle. Es ist zum Beispiel wichtig, sich vor der Sauna gegebenenfalls abzuschminken. Unverzichtbar ist jedoch das Abduschen und Abtrocknen vor dem Saunagang. Außerdem sollte die Vorbereitung frei von Stress erfolgen. Denn wer schon unglaublich gestresst in die Sauna geht, tut seinem Körper nichts Gutes, da der Körper unter Stress zusätzlich geschwächt ist. Fürs Saunieren sollte man sich daher unbedingt genug Zeit nehmen, um die Wohlfühl-Wirkung auch wirklich auf sich wirken lassen zu können. Eine große Rolle spielen hierbei auch die richtigen Utensilien. Empfehlenswert sind daher auf jeden Fall ein oder zwei Handtücher. Ein Bademantel und Badelatschen sorgen außerdem für ein entspannendes Wellness-Gefühl.
Auch die richtige Dauer eines Saunaganges gilt es abzuschätzen. Im Durchschnitt beträgt diese ca. 8-12 Minuten. Dies kann natürlich von Typ zu Typ variieren. Gerade bei Anfängern reichen meist schon wenige Minuten. Hierbei gilt, auf seinen Körper zu hören und ihn keinesfalls zu überanstrengen. Zwischen den Saunagängen ist es entscheidend sich immer genügend Zeit für eine Pause zu lassen. In dieser sollte man ausreichend trinken. Am besten wäre hier etwas wenig süßes, wie Tee oder Wasser. Während der Pause sollte unbedingt auf Anstrengungen oder Gymnastik verzichtet werden. Da der Körper nun eine angemessene Zeit für seine Erholung braucht, da der Kreislauf und das Herz nach dem Saunagang auf Hochtouren laufen. Eine angemessene Erholungs- oder Pausenzeit beträgt ca. 30 bis 45 Minuten. In dieser Zeit kann man es sich beispielsweise mit einer Wolldecke auf einer dafür vorgesehenen Liege gemütlich machen und schöne Entspannungsmusik laufen lassen oder ein Buch lesen.
Nach jedem Saunagang ist das Abkühlen nicht zu vergessen. Denn nur so erreicht man es, dass sich die Blutgefäße schlagartig wieder zusammenziehen, wodurch der Blutdruck ansteigt und man somit etwas Gutes für seinen Körper tut. Abkühlen kann man sich, indem man in ein kaltes Becken springt, sich kalt abduscht oder eine Schwalldusche benutzt. Wenn man sich kalt abduscht, ist es wichtig, dass man von unten nach oben anfängt. Zuerst werden also die Füße und Beine abgeduscht und danach den Rest. Das langsame Abduschen empfiehlt sich vor allem für Anfänger.
Die verschiedenen Saunaarten
In der Saunawelt gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Saunen. Angefangen bei der klassischen, finnischen Sauna, die eine Temperatur von 80 bis zu 100 Grad Celsius erreicht. Eine Dampfsauna dagegen liegt zwischen 45 bis 60 Grad Celsius, während eine Infrarotkabine bis zu 65 Grad Celsius erreichen kann. Der Unterschied zwischen diesen Saunen liegt jedoch nicht nur in der Temperatur.
In der finnischen Sauna existiert zudem nahezu keine Luftfeuchtigkeit (5 bis 10 %). In einer Dampfsauna ist die Luftfeuchtigkeit dagegen deutlich höher, sie liegt bei 80 bis 100 %. Gerade für Anfänger empfehlen wir daher niedrigere Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit. Dies kann langsam gesteigert werden. Die Infrarotkabine arbeitet, wie der Name schon sagt, mit Infrarotstrahlung. Diese Strahlung setzt sich aus elektromagnetischen Wellen zusammen, die wir Menschen mit unserem bloßen Auge so gar nicht wahrnehmen können. Sie fördert die Durchblutung und hilft ausgesprochen gut bei Verspannungen oder Rheuma.
Der Aufguss
Der Aufguss ist bei fast allen Saunagängern sehr beliebt. Hierbei handelt es sich um eine bestimmte Menge an Wasser gemischt mit duftendem Öl. Der Aufguss wird während des Saunierens mit einer Saunakelle aus dem Aufgusseimer auf die heißen Saunasteine gegossen. Dies sorgt, durch den Geruch, für eine entspannende und beruhigende Atmosphäre. Es gibt zahlreiche verschiedene Düfte, sodass für jeden das Richtige dabei ist. Durch den Aufguss entsteht eine stoßartige Dampfentwicklung, welche das Schwitzen anregt. Etwas ganz besonderes auf diesem Gebiet ist der Saunahonig. Dieser wird während des Saunierens auf die Haut aufgetragen. Dadurch öffnen sich die Poren und der Saunahonig kann somit mühelos in die Haut einziehen. Inhaltsstoffe wie Zink, Proteine, Aminosäuren und Vitamine sorgen dabei dafür, dass die Haut besonders geschmeidig wird.
Wann man auf den Saunagang verzichten sollte
Es gibt jedoch auch gewisse Umstände, bei welchen man lieber auf einen Saunagang verzichten sollte. Darunter fallen bestimmte Erkrankungen, welche wir im Folgenden einmal knapp zusammengefasst haben. Da wir jedoch keine Ärzte sind, bitte wir im Einzelfall den Arzt des Vertrauens zu fragen!
Asthma
Bei akuten Problemen ist von einem Saunabesuch abzuraten. Ansonsten kann es Asthmatikern durchaus sehr gut helfen, die Sauna – gerade Dampfsaunen – zu besuchen.
Schwindelanfälle
Leidet man unter regelmäßigen oder wiederholten Schwindelanfällen, sollte die Sauna unbedingt gemieden werden. Die Sauna schwächt den Körper währenddessen und könnte weitere Anfälle hervorrufen!
Entzündungen
Leidet man aktuell unter Entzündungen der inneren Organe oder Blutgefäße, ist die Sauna leider abzuraten.
Bluthochdruck
Jemand, der unter Bluthochdruck leidet, muss nicht zwingend auf die Saune verzichten. Wir raten nur vom kalten Abduschen danach ab. Hierbei steigt der Bluthochdruck plötzlich sehr an. Daher raten wir einen kleinen Spaziergang oder ein warmes Abduschen.
Nierenprobleme
Menschen mit einer Nierenerkrankung, sollten auf die Sauna verzichten. Hatte man bereits Probleme mit Nierensteinen, sollte man nicht zu oft in die Sauna. Vor allem sollte man dann aber viel trinken, da es sonst erneute Nierensteine fördert.
Herzkrankheiten oder Herzschwäche
Jemanden, der auch schon bei leichten Anstrengungen an Herzflattern leidet, ist absolut von der Sauna abzuraten. Dies gilt auch für Herzinfarkt-Patienten. Allgemein ist es bei Herzproblemen und der Wunsch des Saunierens wichtig, immer ein Arzt hinzuzuziehen.



